[R] Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon

1. Mai 2016 |
16,99€ (HC) | 544 Seiten | Einzelband | cbt | Auf Amazon/Goodreads









































In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Liljann Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Liljann bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ...

Nina Blazon hat ja schon einige Jugendromane geschrieben, von denen ich, bis jetzt, noch keinen gelesen habe. Aber spätestens nach diesem Leseerlebnis wird sich das ändern.
Zunächst einmal muss ich aber loswerden, dass der Klappentext viel zu viel verrät. Denn bis es zur erwähnten "Flucht" der beiden Schwestern kommt, gehen eine Menge Worte ins Land - ca. die Häfte des Buches. Nun aber:
Abgesehen davon, dass ich das Cover einfach goldrichtig finde, ist auch der Inhalt des Buches märchenhaft, mit einem ziemlich düsteren Beigeschmack. Tatsächlich hat die Atmosphäre etwas Märchenhaftes - magisch verträumt und trotzdem düster. Dies ist auch der Grund, warum ich der Geschichte während des Lesens nicht ganz getraut habe, "Gleich kommt's. Das kann nicht gut ausgehen", dachte ich oftmals. Überall lauerten Gefahren, in die ich als Leser im nächsten Moment tappen würde; und so war es schließlich auch.
Neben der fesselnden Atmosphäre und dem damit einhergehenden bildlichen, berührenden und fesselnden Schreibstil hat mir die Figurengestaltung sehr gut gefallen.
Liljann und Tajann können unterschiedlicher nicht sein und haben mich, jede für sich, mit ihrer Geschichte berührt. Unerwarteterweise waren mir beide, Tajann zu Beginn allerdings weniger, sehr sympathisch und sind mir mit der Zeit ans Herz gewachsen. Da die Geschichte aus den Perspektiven beider Schwestern erzählt ist, konnte ich beide sehr gut verstehen - oder manchmal auch eben nicht.
Die Autorin hält sich zu Beginn nicht mit langen Einführungen oder Erklärungen auf, sondern warf mich sofort ins Geschehen, was mir sehr gut gefallen hat. So war ich sofort gefesselt und gespannt darauf, was als nächstes passiert. Leider fällt das Buch keine 50 Seiten später in einen ziemlich monotonen Trott, der zwar ein paar Höhepunkte aufweist, aber die Spannung bleibt so ziemlich auf einem Niveau. Dies war vor allem in Tajanns Teil der Handlung der Fall und jedes Mal wenn die Erzählperspektive zu Liljann wechselte war ich erleichtert und hatte die Hoffnung, dass endlich mehr passiert. Dies war dann auch, zum Glück, der Fall und rückblickend betrachtet hat die "Dürreperiode" nicht sehr lange gedauert und tut der Geschichte keinen großen Abbruch. Denn von nun an geht es mit der Spannung steil bergauf und die Handlung rast voran. Ich wurde beim Lesen ganz hibbelig und saß erwartungsvoll vor dem Buch, gespannt was als Nächstes passiert.
Ich muss sagen, ich liebe diese Geschichte. Sie ist mit so viel Fantasie und Liebe zum Detail gestaltet, dass ich ganz darin versunken bin. Hier hatte ich nie das Gefühl, dass mir etwas schon bekannt vorkam. Die Ideen der Autorin sind wirklich erfrischen und neu.
Das Ende allerdings kam mir ein bisschen zu schnell. Nicht nur, weil das Buch danach vorbei sein würde, sondern auch weil ich das Gefühl hatte, mit Warp 9 auf die Zielgerade zuzurasen und die Handlung nicht mehr wirklich genießen zu können. Natürlich war mir klar, wie das Ganze ausgehen wird, aber es wurden trotzdem so viele Informationen auf einmal vom Stapel gelassen, dass ich mich komplett überladen gefühlt habe. Meiner Ansicht nach hätte man das ganze ruhig noch etwas strecken können.
Was erwartet euch?
Romantik, Magie, Schwesternliebe, Verrat, Intrigen, Totenwesen

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