Ein paar Tipps für Neulinge: Die Leser

16. Januar 2016 |
Hallo meine Lieben,
heute kommt der zweite Teil meiner kleinen Reihe, in der ich euch über meine Anfänge als Blogger erzählen möchte. Heute soll es um die Leser gehen und die großen Fragen, die sich fast jeder Blogger am Anfang gestellt hat: Wie bekomme ich mehr Leser? Wie bekomme ich möglichst schnell neue Leser?
Jeder neue Leser lässt das Blogger-Herz am Anfang höher schlagen. Wie viel Gewicht man den Lesern beimisst, bleibt dabei jedem selbst überlassen und ist auch von Blogger zu Blogger unterschiedlich. Natürlich gibt es auch verschiedene Methoden sich Leser zu "angeln":

* 1000x Kommentare auf den unterschiedlichsten Blogs hinterlassen, am besten nur ein paar Worte und den Link zum eigenen Blog. Das ist natürlich eine sehr einfach und schnelle Methode. Auf der anderen Seite ist sie auch unglaublich unbeliebt. Am Anfang meines Blogger-Daseins habe ich es auch so gehandhabt; am besten noch per Copy & Paste die Kommentare auf allen möglichen Blogs verteilt, in der Hoffnung so neue Leser anzuziehen. Allerdings glaube ich, dass ich fast noch nie auf einen Link geklickt habe, der auf meinem eigenen Blog hinterlassen wurde. Von daher ist diese Methode wenig wirksam und führt nur zu genervten Blog-Betreibern, die diese Kommentare dann auf ihrem Blog haben.
Im Grunde genommen ist das Hinterlassen von Kommentaren auf anderen Blogs aber eine super Methode, wenn die Kommentare mehr Inhalt als "Toller Blog, schau doch mal bei mir vorbei" haben und man den Link zum eigenen Blog einfach weglässt. Denn wenn der eigene Kommentar Neugier weckt, dann wird eben auf das Profil und dann auf den Blog geklickt.

* Eine weitere, sehr beliebte Methode ich das Veranstalten von Gewinnspielen. Am besten ihr knüpft noch 20 tausend Bedingungen an die Teilnahme: werdet Leser meines Blogs, folgt mir auf Facebook und Twitter, Kommentiert unter diesem Post, dreht euch dreimal im Kreis und klopft euch auf den Bauch.
Ich habe recht schnell gemerkt, dass diese Methode nichts für mich ist. Zum einen war ich zu Beginn 14 Jahre alt und hatte nun wirklich nicht das Geld um stapelweise Bücher zu kaufen und zu verlosen. Zum anderen schauen kaum 50% dieser Leute je wieder auf dem Blog vorbei, weil es manchen eben nur um das Gewinnspiel geht. Gegen mal ein Gewinnspiel habe ich nichts. Nur ist es keine wirklich effektive Methode neue Leser zu bekommen, die den Blog wirklich lesen. Wenn es einem aber nur um die Zahl geht, die GFC anzeigt, dann schon. Außerdem muss es bei Gewinnspielen ja nicht immer um die steigende Leserzahl gehen.

* Neben "Google Friend Connect" (GFC) gibt es natürlich noch Bloglovin', Blog-Connect usw. über die euch die Leser verfolgen können. Ich habe beides auch in der Sidebar, obwohl ich auf diese Zahlen kaum noch achte. Beides ist natürlich eine zusätzliche Möglichkeit für die Leser einem zu folgen. Ob man das braucht, oder nicht, muss jeder selber entscheiden. Ich würde es wahrscheinlich nicht mehr unbedingt machen, weil GFC mir reicht und es ja auch viele Leser gibt, die gar nicht folgen und sozusagen "ungesehen" lesen.

Das waren jetzt nur drei Methoden, die mir spontan in den Sinn kamen. Im Grunde genommen heißt es aber nur Abwarten und Tee trinken. Ein ansprechendes Design ( das nicht immer vom Profi sein muss ), interessante Posts usw. sorgen schon dafür, dass die Leute mal wieder reinschauen.

Wie habt ihr es am Anfang mit den Lesern gehalten? Und wie hat sich eure Meinung möglicherweise geändert?

Kommentare:

  1. Hey!
    Wie Recht du hast. Gerade letztens wieder ein Blog, dem ich darüber folge, dass er in meiner Blogroll ist ein Gewinnspiel. Teilnahmebedingung war, Leser bei GFC zu werden. In meinen Augen genau aus den Gründen, die du angeführt hast, großer Quatsch und nur das "aufhübschen" der Zahlen. Ich gehe davon aus, dass 99% derjenigen, die nur wegen des Gewinnspiels Leser werden, eh nie wieder kommen. Ich habe dann auf die Teilnahme am Gewinnspiel verzichtet.
    Ich folge (auch dir) per Bloglovin und nicht per GFC, von daher bin ich dankbar, dass du Bloglovin eingebunden hast :-)
    LG
    Yvonne

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    1. Ach so, vergessen. Ich habe keine Ahnung, wieviele Leser ich habe. Ist mir auch herzlich egal. Ich freue mich über nette Kommentare auf meinem Blog mehr als über eine Zahl Leser in der Sidebar, von der ich eh keine Ahnung habe, wieviele davon eigentlich wirklich bei mir vorbei schauen.
      LG
      Yvonne

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  2. Huhu :)
    Ich finde es toll, wie ehrlich du hier in deinem Beitrag warst! Du hast mir aus der Seele gesprochen. Aber ich glaube das ist wirklich etwas, was sich im Laufe der Zeit ändert. Wir haben mittlerweile knapp über 500 Leser, da nimmt man dann doch schon eine sehr entspannte Haltung seiner Leserzahl gegenüber ein, aber ich muss gestehen dass es mir nicht so egal ist wie Yvonne. Und grade was auch die Sache mit dem Gewinnspiel angeht: Wenn ich schon ein Buch verschenke, warum soll ich dann nicht auch was dafür "bekommen"? Ein Like tut keinem weh, unterstützt aber meine Arbeit.

    Um noch mal auf das unterschiedliche Verhalten in unterschiedlichen Stadien des Blogger Daseins zurück zu kommen:
    Niemand bloggt "einfach so". Der Wunsch einen Blog zu eröffnen, enthält automatisch ein gewisses Geltunsbedürfnis, ohne dieses jetzt als negativ darstellen zu wollen. Aber jemand der nie einen einzigen Kommentar bekommt, der jegliche Zusammenarbeit mit anderen Bloggern und Verlagen versagt bekommt und der immer 0 Leser hat, der wird wieder aufgeben. Denn das ist nämlich der springende Punkt: klar blogge ich in erster Linie für mich. Aber ich will ja auch was damit erreichen. Damit meine ich nichtmla dass ich kostenlose Bücher haben möchte, sondern mir gehts einfach darum dass ich mich austauschen kann mit anderen Lesern. Aber allein um zu diesem Austausch zu kommen, muss ich ja GELESEN werden, und dazu brauch ich nunmal Leser ;)

    Es ist halt (leider) wirklich so, dass man erst "jemand ist", wenn man auch eine gewisse Anzahl an schwarz-auf-weiß-Lesern hat. Es ist für mich schon nachvollziehbar, dass ein Verlag oder eine Agentur oder wer auch immer, ein Kriterium braucht um auszuwählen. Grade wo die Blogs wie Unkraut aus dem Boden schießen, muss man sich einfach durch Qualität abheben, und wer könnte die Qualität besser bestätigen als die hohe Anzahl an Lesern die sich auch dazu bekennen?

    Heute, wo ich viel erreicht habe, wo ich Post vom Verlag bekomme, wo ich eingeladen werde, wo ich etliche andere Blogger kennengelernt habe, mit denen ich meinen heißersehnten Austausch betreiben kann, da lehne ich mich zurück. Klar ist es schön neue Leser zu bekommen, und ich bemühe mich auch darum. Aber es ist nicht mehr so primär wichtig, weil ich nichts mehr erreichen muss. ich habe mich bereits profiliert, meine arbeit wurde bereits anerkannt. Aber das müssen sich neue Blogger noch erarbeiten!

    Was ich noch als Tipp nennen kann: Folgt bekannten Aktionen und macht mit. Es macht nicht nur Spaß, sondern es führt auch dazu, dass ihr gesehen werdet. Und wer gesehen wird, wird wahrgenommen. Wenn ihr dann auch noch ein bisschen interessant seid und ein hübsches Design habt und ein paar interessante Beiträge auf eurem Blog sind - dann habt ihr schon fast gewonnen :) Der Rest ist nur noch Bauchgefühl.

    LG
    Steffi

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    1. huhu Steffi, das hast du echt toll gesagt! Da kann ich nur beiflichten. Wenn man erstmal eine gewisse Follower Zahl hat ist das beruhigend, aber anfangs ist man wirklich froh über jeden Leser und meistens muss man sich schon ein wenig ins Zeug legen um dies zu erreichen. Denn wenn man sich rar macht, wird man evtl nicht so wahrgenommen wie andere Blogs, die in aller Munde sind (wie man manchmal meinen könnte)

      Liebe Grüße Kendra

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  3. Hi,

    ich mag diese Reihe, auch wenn ich nicht mehr zu den Neulingen gehöre;) Aber das ist natürlich so ein Thema, was einen immer wieder beschäftigt. Ich blogge zum Spaß und gucke wenig auf die Zahlen. Was mich allerdings in letzter Zeit verunsichert, ist das es weniger Leser werden. Entmutigend, wenn man gerade wieder so mehr Zeit in den Blog investiert& nicht weiß warum deabonniert wird. Aber Kommentare mit Link überall zu hinterlassen, ist so gar nicht mein Ding. Da heißts wohl stärker am Inhalt feilen;)

    Liebe Grüße
    Eli

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  4. Wenn ich merke, dass auf meinem Blog nur jemand seinen eigenen Bloglink anbringen will und nicht mal den Post gelesen hat, lösche ich den Kommentar ... finde sowas einfach unverschämt. Nach einem sinnvollen Kommentar unter dem "liebe Grüße" seine URL zu hinterlassen, finde ich aber nicht so verkehrt - wenn es mich interessiert, klicke ich das Profil zwar auch von selbst an, aber besonders wenn kein Blogger-Profil verwendet wird sondern zB eins von G+, und der Blogger/die Bloggerin auch Posts von anderen Bloggern teilt, kann das ein kleines Gewurschtel werden ... Vielleicht bin ich auch zu doof dazu weil ich G+ nicht mag. ^^

    Bezüglich der Folgedienste muss ich ehrlich sagen: Mehrere zur Auswahl zu haben ist von Vorteil. Vor allem wenn ich jetzt einen Blog neu starten würde und mich vorher mit dem Thema auseinandergesetzt hätte, würde ich es mir gut überlegen, GFC überhaupt noch anzubieten. Die Möglichkeiten und Sinnhaftigkeit dieses Gadgets werden einfach immer weiter eingestellt, weil Google meiner Meinung nach Platz für G+ machen will ... Das gute alte per Email abonnieren ist immer eine gute Zusatzalternative, weil es immer Leute gibt, die keinen extra Folgedienst nutzen.

    Alles Liebe,
    Sandra

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