[R] Wunder von Raquel J. Palacio

11. Juni 2015 |
16,90€ (HC) 9,95€ (TB) | 384 Seiten | OT: Wonder | Einzelband | Auf Amazon/Goodreads

August ist anders. Dennoch wünscht er sich, wie alle Jungen in seinem Alter, kein Außenseiter zu sein. Weil er seit seiner Geburt so oft am Gesicht operiert werden musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen. Aber jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er weiß, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Am liebsten würde er gar nicht auffallen. Doch nicht aufzufallen ist nicht leicht, wenn man so viel Mut und Kraft besitzt, so witzig, klug und großzügig ist - wie August.

Nach "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" war ich mir eigentlich sicher, dass Bücher dieser Art nichts für mich sind. Nun ist "Wunder" zwar kein Krebsbuch, aber trotzdem erzählt es mehr oder weniger von der Leidensgeschichte eines jungen Menschen.
Allerdings konnte "Wunder" mich sehr überraschen und ist in meinen Augen ein absoluter Page-Turner, der nicht auf die Tränendrüse drückt und Mitleid für die Figuren wecken will. Eher versucht das Buch dem Leser die Augen zu öffnen, was Vorurteile betrifft.
Geschrieben ist das Buch aus Auggies Sicht, weshalb der Schreibstil auch nicht allzu kompliziert war. Immerhin ist er erst 10 Jahre alt. R. J. Palacio hat es geschafft, mich an ihr Buch zu fesseln und es in kürzester Zeit zu lesen. Sie konnte mich sowohl zum Lachen, als auch zum Weinen bringen und hat Auggies Geschichte einfach wunderbar erzählt.
Besonders gut fand ich auch, dass sie nicht nur aus Auggies Sicht geschrieben hat, sondern auch aus der Perspektive seiner Freunde und Familie. So konnte ich einen viel besseren Einblick in Augusts Leben erhalten und auch Handlungen verschiedener Charaktere besser verstehen. Außerdem hat es die ganze Geschichte autenthischer gemacht.
August ist ein toller Junge, der, obwohl er manchmal sehr verzweifelt ist, unglaublich tapfer ist. Ich mochte ihn einfach gerne, ebenso seine Familie. Es war einfach toll zu erleben, wie er immer stärker und selbstbewusster wird.
Anders seine Schulkameraden, bei denen ich oftmals nur den Kopf schütteln konnte. Aber auch hier konnte ich das Verhalten einiger irgendwann verstehen, als sie aus ihrer Sicht erzählt haben. An dieser Stelle hat die Autorin meiner Meinung nach manchmal etwas zu tief in die Klischee-Kiste gegriffen. Allerdings hat es ihre Message verdeutlicht und die Handlung unterstützt, weshalb es mich nicht wirklich gestört hat.

Kommentare:

  1. Tolle Rezi!
    Ich habe dieses Buch vor ca. 2 Jahren gelesen und habe es positiv in Erinnerung :)
    Lg Elli

    dielesende.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  2. Mir ging es auch so, dass ich mich lange gefragt habe, ob das Buch etwas für mich ist und war eher der Meinung "Nein". Zu traurig, zu dramatisch. Und dann habe ich mich doch getraut und es war absolut wundervoll! Ich bin so froh, dass ich mich doch dazu entschlossen hatte!

    Freut mich unheimlich, dass es dir auch so ging ;)

    Liebe Grüße,
    Tina

    AntwortenLöschen