(R) Eve & Caleb- Wo Licht war von Anna Carey

12. Februar 2013 |
http://www.weltbild.de/media/ab/2/053298054-eve-caleb-wo-licht-war.jpg


Autor: Anna Carey
Preis: 8,95€ (Taschenbuch)
Seiten: 302
Wertung: 3/5
Originaltitel: Eve (Eve #1)
Verlag: Loewe
Band 1 von 3
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Inhalt:

Wie überlebst du, wenn du vor allem fliehen musst, was du kennst?
Seit ihre Mutter während der Großen Seuche vor 16 Jahren gestorben ist, lebt Eve in einem Mädcheninternat. Hier wird sie zu einem wertvollen Mitglied der neuen Gesellschaft ausgebildet – glaubt sie zumindest. Als Eve erkennt, wie sehr sie und die anderen Mädchen ausgebeutet werden sollen, flieht sie. Doch auf ein Überleben in der Wildnis und auf die Flucht vor den Soldaten des Neuen Amerikas ist Eve nicht vorbereitet. Unerwartet hilft ihr Caleb, ein junger Rebell. Kann Eve ihm trauen? Sie weiß, die Soldaten werden die Suche nicht aufgeben, und Caleb ist ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen.



Zum Buch:

Eve (Eve, #1)Enttäuschung oder nicht? Auch jetzt, wo ich endlich die Rezi zu "Eve & Caleb" schreibe, habe absolut keine Ahnung. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich von Anfang an eine eher mittelmäßige Dystopie erwartet habe, und dafür war sie recht gut. Für aber die ganz normale Bewertung, war's nur so Ulala.
Ein Kreis. Das war das Erste, was ich bei diesem Cover gedacht habe. Gut, da sind noch ein paar hübsche Blättchen und Zweige im Hintergrund, aber sonderlich aufregend ist das nicht. Trotzdem gefällt mir das Cover; es muss ja nicht immer viel sein. Das Original passt zwar besser zum Buch, aber der Titel ist einfach nur...hässlich; was anderes fällt mir dazu nicht ein. Im Großen und Ganzen aber sind beide Cover keine Totalkatastrophen, reißen mich aber auch nicht wirklich vom Hocker.
Da der Klappentext für mich ein wenig nach 0815 klang, habe ich mich auf so ein typisches Zwischendurch-Buch eingestellt. Es gibt so viele Dystopien und nur wirklich wenige, die einem im Gedächtnis bleiben und die die Menge begeistern.
Anna Careys Schreibstil war an sich sehr flüssig zu lesen und obwohl die Geschichte teilweise wirklich fiese Langeweile-Phasen hat, konnte sie den Leser immer ein Stück weit fesseln. Mir persönlich hätten aber ein paar detailliertere Beschreibungen ganz gut getan, denn diese grausige Welt, die sie erschaffen hat, konnte ich mir nur in Teilen vorstellen. Berühren konnte mich der Schreibstil nicht so, wie bestimmte Situationen es vielleicht verlangt hätten. In der Geschichte wird der Leser sehr viel mit dem Tod konfrontiert und dafür, dass sehr viele Menschen im Buch sterben oder leiden, waren für mich leider zu wenige Emotionen dabei.
Die Welt, in der Eve lebt, ist im wahrsten Sinne wieder zur Natur geworden. Alles ist übererwuchert, die Straßen kaum noch zu sehen und die Häuser alle vollkommen verrottet. Ich muss sagen irgendwo hat mir diese Welt gefallen, doch das nur, wenn man den schrecklichen Hintergrund vergisst.
Eve war von Anfang an in richtiges Blondchen. Sie dümpelt einfach durch ich kleines, perfektes Leben in der Schule und glaubt sofort alles, was man ihr sagt. Es ist natürlich klar, dass sie total hilflos ist, sobald sie in die Wildnis flieht. Aber dass sie SO naiv durch die Gegend läuft und ihr fast die Augen aus dem Kopf fallen, als sie zum ersten Mal einen Mann sieht und dazu fast einen Anfall bekommt- nach Hühnereiern fragt, wenn jemand vom männlichen Geschlechtsteil redet- war dann doch zu viel. Und ich glaube, mich hat auch die Tatsache massiv gestört, dass Arden, die mit Eve flieht, viel besser in der neuen Umgebung klar kommt als Eve. Neben Arden und später auch Caleb wirkt sie einfach nur wie ein kleines, verlorenes Kind, was sie irgendwo ja auch ist.
Warum Caleb sich im Endeffekt auch in Eve verliebt hat, kann ich nicht verstehen. Eve ist auf der anderen Seite unglaublich aufopferungsvoll und das nicht auf die lächerliche Art und Weise. Sie ist im Herzen einfach ein guter Mensch und das hat ihr im Endeffekt auch ein bisschen Sympathie eingehandelt. Aber in dieser Welt, wäre Arden einfach die bessere Partnerin für Caleb.
Die Liebesgeschichte an sich, wahr eher noch ein deutlicher Spross, statt einer Blüte. In diesem Band passiert noch nicht sonderlich viel und Eve lässt sich mit der neuen Spezies Mann auch ordentlich Zeit. Ich muss sagen dadurch, dass ich Calebs Liebe zu Eve einfach nicht verstehen konnte, wirkte die Beziehung auf mich nicht sonderlich authentisch. Es war zwar eine süße Liebelei, für mich jedoch ohne richtigen Tiefgang.
Die Nebencharaktere, so wie Caleb und Arden hatten für mich allesamt mehr Charakter als Eve als Protagonistin. Ich glaube, wäre Arden die Protagonistin gewesen und Eve an Ardens Stelle, dann hätte das Buch bei mir um einiges besser abgeschnitten.
Die Handlung war an sich nicht sonderlich abwechslungsreich und ich komme nicht umhin, "Eve & Caleb" mit anderen Büchern zu vergleichen. Und wenn ich das Buch mit Büchern vergleiche, die ihm wirklich sehr ähnlich sind, zieht "Eve & Caleb" immer den Kürzeren. Das Ende jedoch war dann schon ein wenig überraschend und ich werde mich, vorher noch leicht unentschieden, jetzt wohl doch an Band 2 machen.


Fazit:

"Eve & Caleb" war ein nettes Buch für Zwischendruch, mit einigen Ecken und Kanten. Eve ging mir, kurz gesagt, nur auf den Keks und wären die Nebencharaktere nicht da gewesen, wäre das Buch ganz schon langweilig geworden. Die Geschichte an sich war ebenfalls eher durchschnittlich, aber ich glaube sonderlich viel Potential gibt es da auch nicht mehr. Ich bin mal gespannt was die Autorin aus Band 2 gemacht hat und vielleicht ist sie ja noch für eine Überrachung gut. Von mir gibt's insgesamt 3/5 Törtchen.


Die Reihe:

Band 1: Eve & Caleb- Wo Licht war (Eve)
Band 2: ? (Once)
Band 3: ? (Rise)

Ein großes Dankeschön an den Loewe Verlag!

Kommentare:

  1. Hey, Lisa.
    Tolle Rezi, der Klappentext des Buches würde mich ja eigentlich total ansprechen, aber, wenn die Hauptperson unsympathisch sein soll, kann ich das überhaupt nicht leiden. ^^

    Ach, ja, herzlichen Glückwunsch zu deinem Buchblogger-2013-Titel. ;)

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    1. Hey,
      dankeschöön. :)
      Na Buchblogger 2013 bin ich noch nicht, aber wer weiß? Ich hoffe es sehr. Noch sind wir 20 Bewerber. ;o)

      GlG,
      Lisa

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