(R) Das Leben ist keine Pralinenschachtel von Melina Marchetta

16. Oktober 2012 |
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Autor: Melina Marchetta
Preis: 7,99€ (Taschenbuch)
Seiten: 288
Wertung: 4,5/5
Originaltitel: Saving Francesca
Verlag: Ravensburger
Band 1 von 2
 
Inhalt:

Neue Schule, neues Glück? Francesca hat da so ihre Zweifel. Seit Schuljahresbeginn besucht sie das St. Sebastian, ein Jungengymnasium, das seine Tore erst vor Kurzem für Mädchen geöffnet hat. Die Schüler dort sind eine einzige Katastrophe. Unkultiviert, eitel und rücksichtslos - mit einem Wort: Machos. Und zu Hause herrscht auch schon länger der Ausnahmezustand. Doch Francesca lässt sich nicht unterkriegen. Ihr Motto: "I will survive!"


Zum Buch:

Okay, also zuerst muss ich etwas loswerden. Und zwar finde ich, dass dieses Buch eines ist, was im Unterricht wirklich Sinn machen würde. Ich finde es ja sowieso total nervig mit der Klasse Bücher lesen zu müssen, aber wenn schon, denn schon und "Das Leben ist keine Pralinenschachtel" würde als ein solches Buch wirklich super funktionieren.
Nagut, das Cover ist jetzt vielleicht nicht so ansprechend, die, die ihr links und rechts seht dafür aber umso mehr. Das Deutsche finde ich total langweilig und hat an sich einfach überhaupt...nichts. 
Zu dem Buch gibt es einen Haufen Cover, da es immer wieder neu verlegt wurde, aber diese beiden hier haben mir von allen anderen am besten gefallen. Das Linke weil es natürlich die Geschichte super wiederspiegelt; Francesca, die auf eine Jungenschule geht. Das Rechte, es spiegelt zwar den Inhalt nicht wieder, gefällt mir aber so einfach sehr, sehr gut. Ich weiß nicht wirklich warum, aber alles zusammen, Bild, Schriftart usw., harmoniert einfach gut.
Beim Schreibstil ging es mir ähnlich. Das Buch ist aus Francescas Sicht geschrieben und einfach unglaublich gefühlvoll und auf den Punkt gebracht. Und obwohl das Buch keinen wirklich Höhepunkt hat, fesselt es den Leser total. Etwas anderes kann ich gar nicht sagen, die Geschichte ist hochemotional und regt den Leser, ich denke vorallem Leser im Alter von Francesca & Co., zum Nachdenken an: Über das eigene Leben, über die positiven und negativen Dinge sowie das eigene Verhalten. Aber speziell der Stil und die Art und Weise wie Melina Marchetta dem Leser die ganzen Gefühle und Handlungen beschreibt, ist einfach phänomenal.
Francesca ist als Protagonistin einfach: Wow! Sie ist eine tolle Persönlichkeit und eigentlich total selbstsicher, fühlt sich in ihrer Gesellschaft aber total verloren. Am Anfang hat es mich genervt dass die Autorin sich kaum mit Personenbeschreibungen aufhält, aber wer seine Charaktere so wundervoll aufleben lässt, braucht das auch nicht. Im Laufe des Buches bekam ich eine haargenaue Vorstellung aller Charaktere, an der auch nichts zu rütteln war, obwohl es zum eigentlichen Aussehen nur sehr wenige Andeutungen gab. Und alle, die gesamte Mannschaft ist mir unheimlich ans Herz gewachsen, vorallem da man sich mit jedem Charakter ein Stück weit identifizieren konnte. Und ich glaube, dass war auch Sinn und Zweck des Ganzen, dass der Leser einen möglichst engen Draht zu Francesca, Justine, Tara & Co. bekommt, damit die späteren Ereignisse einem unter die Haut gehen.
Francesca ist mit ihren Eltern und ihrem Bruder sehr eng, obwohl sie keine Bilderbuchfamilie sind. Aber sie sind einfach so glücklich mit sich selbst und lieben sich alle so sehr, wie man es wahrscheinlich selten sieht. Aber als Francescas Mutter einen Nervenzusammenbruch hat und von da an nur im Bett liegt und den Teufel an die Wand malt, sieht alles anders aus. Und das ist der Knackpunkt der Geschichte, denn die Depression ihrer Mutter zieht sich durch das gesamte Buch.
Als Francesca nun auf die Jungenschule geht, ist auf einmal alles anders und die Autorin schildert das Leben in diesem Alter sehr genau und übertreibt keine Sekunde, so wie es einige von den Teenie-Filmen tun. Ihre Geschichte ist unglaublich auf dem Boden geblieben und ich glaube, genau das ist es was mir so gefallen hat, dass ich am liebsten durch die Stadt laufen und rufen würde: "Lest dieses Buch!" Okay, das werde ich wahrscheinlich nicht tun, aber so ungefähr geht es mir. ;)
In dem Buch geht es einfach darum sich selbst zu finden und eben nicht nur das zu tun, was die Mehrheit macht. Wie es ist "anders" zu sein, in dem Sinne seine eigenen Wege zu gehen und wie einem deswegen oftmals der "Außenseiter-Stempel" aufgedrückt wird.


Fazit:

Ein wunderbares Buch, das von mir 4,5/5 Törtchen bekommt. Absoluter Lieblingsstatus! Ich hoffe, dass der zweite Band auch noch übersetzt wird, da es sich dabei um ein 5 Jahre später handelt und ich so was einfach liebe. Wie ich beim Durchlesen der Rezi gerade merke, ist sie ein bisschen drucheinander geraten, wahrscheinlich weil ich alles gleichzeitig aufschreiben wollte; ich hoffe ich drehe mich nicht allzu sehr im Kreis. ;)


Die Reihe:

Band 1: Das Leben ist keine Pralinenschachtel/ Saving Francesca
Band 2: ?/ The Piper´s son

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